Außenansicht des Dresdner Kulturpalasts

Dresdner Kulturpalast (Vor)freude auf Weltniveau

Anzeige W enn sich am 28. April 2017 die Türen des Kulturpalastes erstmals nach dem Umbau öffnen, beginnt nicht nur für die Dresdner Philharmonie eine neue Ära. Mit der Zentralbibliothek und dem Kabarett „Die Herkuleskeule“ beherbergt der Bau nun drei wichtige Einrichtungen und wird damit seiner Bestimmung gerecht: Ein Palast für die Kultur.

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne

Bevor die Besucher die Probe aufs Exempel machen können, haben sich die Protagonisten des Neuanfangs bei ihren Proben längst verzaubern lassen. Und haben nicht schlecht gestaunt! Den Musikern der Philharmonie, die erstmals in ihrer 150-jährigen Geschichte eine Spielstätte von hervorragender Architektur und erstklassiger Akustik besitzen, fiel ob des neuen „Dresdner Klangs“ die Watte aus den Ohren. Die „Herkuleskeule“, wäre nicht eines der besten Ensemblekabaretts des Landes, hätten die Mitglieder beim Umzug in den „Ballast“ nicht einen Witz auf der Zunge und vor schallendem Lachen eine Träne im Auge. Gut Lachen hat auch der Herr über 300.000 Medien, schließlich entdeckte er beim Anblick der neuen Räume das Kind im Direktor, nicht nur wegen der riesigen Glasflächen, die den Bücherwürmern künftig einen wunderbaren Blick auf die Stadt gewähren.

Wie dem auch sei, die Architekten von Gerkan, Marg und Partner haben einen Palast für die Kultur gezaubert – die Erwartungen aller sind hoch und die (Vor)freude hat Weltniveau.

Ein Portrait von Frauke Roth

Wo würden Sie sich international einordnen mit dem neuen Konzertsaal?

Frauke Roth, Intendantin der Dresdner Philharmonie: Der neue Konzertsaal ist spitze! Sowohl die herausragende Qualität der Akustik des Saales als auch die Anmutung des Raumes mit seiner wunderbaren weißen Deckenkonstruktion, dem Rotton der Sitze bis hin zur edlen Wärme, die die Holzvertäfelung ausstrahlt, sind absolut überzeugend. Ich bin sicher, dass sich der Ruf des neuen Konzertsaales international schnell herumsprechen wird. Und natürlich ist er für die Dresdner Philharmonie und unseren Chefdirigenten Michael Sanderling eine wunderbare Möglichkeit, den spezifischen „Dresdner Klang“ weiter zu kultivieren. Bereits in den ersten Wochen nach der Eröffnung sind namhafte Dirigenten wie Maestro Janowski oder Markus Poschner bei uns zu Gast und internationale Orchester von Weltrang im Rahmen der Dresdner Musikfestspiele, die bereits sehr neugierig auf die Klangqualität im neuen Saal sind. In jedem Fall wird der Konzertsaal sowohl in unsere Stadt und ihre Umgebung als auch weit über Dresdens Grenzen hinaus Wirkung entfalten und sicher viele Besucher mit seinem vielfältigen Angebot anziehen.

Ein Portrait von Heike Janicke

Worauf freuen Sie sich besonders und warum?

Heike Janicke, Konzertmeisterin der Dresdner Philharmonie: Natürlich auf die Akustik im neuen Konzertsaal, die uns Musikern ganz neue Möglichkeiten bietet. Früher haben wir auch versucht, einen schönen Klang zu erzeugen, der trotz viel Krafteinsatzes auf der Bühne steckenblieb – wie Watte im Ohr. Aber nun klingt es richtig gut. Statt Mulm ist jedes Instrument klar und deutlich zu vernehmen. Das beflügelt uns als Orchester – ich freue mich auf tolle Konzerte und bin sicher, dass auch unser Publikum auf seine Kosten kommen wird.

Ein Portrait von Birgit Schaller

Welcher Witz liegt Ihnen zur Eröffnung der neuen Bühne auf der Zunge?

Birgit Schaller, Herkuleskeule: Wir fiebern ja schon seit Monaten dem Umzug in den Kulturpalast entgegen. Mit einem lachenden und natürlich auch mit einem weinenden Auge. Schließlich verabschieden wir uns von einem Haus, an dem seit über 50 Jahren über alle Zeitenwenden hinweg brisantes, provokantes und gleichzeitig vergnügliches Kabarett für Kopf und Bauch gemacht wurde. Wenn wir dann am 1.05.2017 den Kabarettkeller der Herkuleskeule mit unserem neuesten Programm “Ballastrevue” eröffnen, wird es wie ein Wunder für uns sein. Schließlich hat dasselbe Architekturbüro, das für den Kulturpalast verantwortlich zeichnet, schon den Berliner Flughafen …….

Ein Portrait von Arndt Flemming

Wo ist Ihr Lieblingsplatz in den neuen Räumen?

Prof. Dr. Arnd Flemming, Direktor der Städtischen Bibliothek Dresden: Die neue Zentralbibliothek wird so vielfältig und interessant sein, wie ihre Bücher und wird sicherlich für jede Dresdnerin und jeden Dresdner einen speziellen Lieblingsplatz bereithalten. Mein Lieblingsplatz ist in der Kinderbibliothek in Vorfreude auf Kinderlachen und Kinderstaunen.